Moccamaster KBG Select in Off-White brüht Filterkaffee in der Morgensonne, daneben eine Packung impuls Suke Quto

Moccamaster KBG Select: Erfahrungen, Tipps und was ein bisschen nervt

Die Moccamaster gilt als beste Filtermaschine für zu Hause. Wir haben Herstellerunterlagen, Testberichte und hunderte Erfahrungen von Besitzern ausgewertet: was die KBG Select wirklich kann, was ein bisschen nervt, wie du den besten Kaffee rausholst und wie du sie richtig entkalkst.

Kaffee richtig lagern: So bleibt das Aroma lange erhalten Du liest Moccamaster KBG Select: Erfahrungen, Tipps und was ein bisschen nervt 15 Minuten

Wer sich ein bisschen mit Filterkaffee beschäftigt, landet früher oder später bei der Moccamaster. In Foren wird sie fast schon verehrt, in Testberichten steht sie regelmäßig ganz oben, und gleichzeitig fragen sich viele: Muss eine Filtermaschine wirklich über 250 Euro kosten?

Wir haben dazu eine ziemlich klare Meinung, weil der Filterkaffee auf unserer Karte im Café in der Kieler Altstadt aus einer Moccamaster kommt. Trotzdem wollten wir es diesmal genauer wissen. Also haben wir uns durch die Herstellerunterlagen gelesen, durch Testberichte von Stiftung Warentest bis zu britischen Fachmagazinen und vor allem durch das, was Besitzerinnen und Besitzer selbst schreiben: im Kaffee-Netz, auf Reddit, in langen Forenthreads, in denen Leute ihre Maschine seit fünfzehn Jahren benutzen. Herausgekommen ist dieser Artikel. Er ist lang geworden, aber dafür musst du danach nicht mehr zehn Tabs offen haben.

Es geht um das Modell, das wir auch im Shop führen: die Moccamaster KBG Select mit Glaskanne.

Kurz gesagt

  • Die Stärken: Sie brüht heiß genug, schnell und sehr gleichbleibend, ist simpel zu bedienen und hält, wenn man sie pflegt, ewig. Und wenn doch etwas kaputtgeht, kann man es reparieren.
  • Die Schwächen: Es gibt keinen Timer und kein Display, dafür ziemlich viel Kunststoff für den Preis. Wenn du sie einfach laufen lässt, verteilt sie das Wasser nicht ganz gleichmäßig. Für ein, zwei Tassen ist sie nicht gebaut.
  • Für wen sie passt: Für alle, die morgens eine halbe oder ganze Kanne trinken und dabei guten Kaffee wollen, ohne jeden Tag mit dem Handfilter zu stehen.
  • Für wen eher nicht: Für Leute, die nur eine Tasse brauchen oder ihren Kaffee stundenlang warmhalten wollen. Da gibt es bessere Lösungen, mehr dazu weiter unten.

Eine Maschine aus einem Dorf bei Utrecht

Die Geschichte ist schnell erzählt und trotzdem irgendwie sympathisch. Gerard-Clement Smit, ein niederländischer Ingenieur, gründet 1964 die Firma Technivorm. Zuerst baut er alles Mögliche, unter anderem Leitern und Regalsysteme. 1968 entwirft er dann eine Kaffeemaschine, die ein Jahr später als Moccamaster auf den Markt kommt. Gebaut wird sie bis heute in Amerongen, einem kleinen Ort am Rand des Utrechtse Heuvelrug. Nicht in Fernost, nicht bei einem Auftragsfertiger, sondern in der eigenen Fabrik.

Technivorm-Fabrik in Amerongen, Niederlande, wo die Moccamaster gebaut wird
Das Technivorm-Werk in Amerongen. Foto: Moccamaster

Moccamaster wirbt damit, dass jede Maschine von Hand montiert und vor dem Versand einzeln getestet wird. Klingt erst mal nach Marketing. Wenn man sich aber die Fotos aus der Produktion anschaut, sieht man genau das: Leute, die Kupferspiralen für die Heizelemente von Hand verdrahten, und eine Teststrecke, auf der jede fertige Maschine einmal durchläuft.

Kupfer-Heizelement einer Moccamaster wird in Amerongen von Hand verdrahtet
Das Heizelement aus Kupfer ist das Herzstück der Maschine. Foto: Moccamaster

Was technisch dahintersteckt (und warum das schmeckt)

Eigentlich ist eine Filterkaffeemaschine ein sehr simples Gerät. Wasser wird erhitzt, steigt nach oben und tropft über den Kaffee. Der Unterschied zwischen einer 30-Euro-Maschine und einer Moccamaster liegt in ein paar Details, die man von außen kaum sieht.

Die Temperatur

Kaffee extrahiert am besten zwischen etwa 92 und 96 Grad. Ist das Wasser kälter, schmeckt der Kaffee schnell sauer und dünn. Viele günstige Maschinen kommen da gar nicht hin, vor allem nicht am Anfang des Brühvorgangs. Die Moccamaster heizt mit einem Element aus Kupfer, das die Temperatur sehr schnell erreicht und hält. Der Hersteller nennt 92 bis 96 Grad. Die Kaffeemacher aus der Schweiz haben am Auslauf sogar 98 bis 99 Grad gemessen. Das ist für helle Röstungen eher gut, dunkle Röstungen können dadurch etwas bitterer werden.

Das Tempo

Eine volle Kanne mit 1,25 Litern ist in rund sechs Minuten durch. Das ist nicht nur praktisch, wenn man morgens wenig Zeit hat. Die Brühzeit beeinflusst auch den Geschmack: Läuft das Wasser zu lange durch den Kaffee, wird es bitter, ist es zu schnell, schmeckt es wässrig.

Der Select-Schalter

Der zweite Schalter am Sockel ist das, was die KBG Select vom Vorgänger KBG 741 unterscheidet. Steht er auf „halb“, läuft das Wasser bei kleinen Mengen langsamer durch. So hat es bei vier oder fünf Tassen genug Zeit, den Kaffee richtig zu extrahieren. Bei der älteren 741 musste man dafür am Filterhalter herumschieben, was im Alltag manchmal schiefging.

Tropfstopp und Warmhalteplatte

Nimmst du die Kanne während des Brühens weg, schließt der Filterhalter automatisch und es tropft nichts auf die Platte. Die Warmhalteplatte hält den Kaffee bei 80 bis 85 Grad und schaltet sich nach 40 Minuten ab. Das ist übrigens eine EU-Vorgabe und kein Defekt, auch wenn sich in Rezensionen immer wieder jemand darüber ärgert.

Was die Zertifikate bedeuten

Auf der Maschine klebt ein Siegel des European Coffee Brewing Center (ECBC), außerdem ist sie von der Specialty Coffee Association (SCA) zertifiziert. Das ist mehr als ein Werbesticker. Für die SCA-Zertifizierung wird im Labor gemessen, ob die Maschine das Kaffeebett auf 90 bis 96 Grad bringt und dort hält. Außerdem muss der fertige Kaffee eine bestimmte Stärke treffen, und zwar bei mehreren Geräten und Durchläufen gleich. Die Warmhalteplatte darf den Kaffee 30 Minuten lang nicht über 85 Grad erhitzen. Viele Maschinen fallen da durch.

Moccamaster auf der Teststrecke: jede Maschine wird vor dem Versand einzeln geprüft
Endkontrolle: Jede Maschine läuft einmal über den Prüfstand. Foto: Moccamaster

Was die Tests sagen

Bei Stiftung Warentest (Heft 11/2024) bekam die KBG 741 Select ein „gut“ mit der Note 2,3 und landete damit auf Platz drei unter den Glaskannen-Maschinen. Testsieger wurde eine deutlich günstigere Maschine von Braun. Interessant sind die Einzelnoten: Bei der Haltbarkeit gab es eine 1,3, bei der Sicherheit nur ein „befriedigend“. Warum genau, steht nur im kostenpflichtigen Testbericht. Die Stiftung schreibt allgemein, dass man sich bei Filtermaschinen an heißen Teilen verbrennen kann. Heiß werden bei der Moccamaster vor allem der Wasserauslauf, der Filterhalter und die Warmhalteplatte.

Die britischen Expert Reviews mögen den Kaffee und die einfache Bedienung, finden aber, dass sich die Maschine für den Preis nicht besonders wertig anfühlt und die Glaskanne etwas zerbrechlich wirkt. Die Kaffeemacher kamen in ihrem ausführlichen Test zu einem ähnlich gemischten Bild: Der Kaffee ist gut, aber das Wasser kommt nicht gleichmäßig aus allen neun Löchern des Auslaufs. Die Mitte bekommt mehr ab als der Rand. Dazu gleich mehr, das lässt sich nämlich leicht beheben.

Was Besitzer sagen, wenn sie die Maschine ein paar Jahre haben

Testberichte sind das eine. Spannender finden wir, was Leute schreiben, die seit Jahren jeden Morgen mit der Maschine Kaffee kochen. Wir haben uns dafür unter anderem durch acht Threads im Kaffee-Netz gelesen, durch einen sehr langen Thread in einem amerikanischen Forum, durch Dutzende Kommentare auf Hacker News und durch Reddit-Diskussionen. Ein paar Dinge tauchen dabei immer wieder auf.

Was gelobt wird

Ganz vorne steht die Lebensdauer. Es gibt erstaunlich viele Berichte von Maschinen, die seit zehn, fünfzehn Jahren laufen, und von Leuten, die gebrauchte Geräte aus den Achtzigern gekauft haben, die immer noch funktionieren. Fast genauso oft wird die Reparierbarkeit genannt: Moccamaster verkauft praktisch jedes Teil einzeln, von der Glaskanne über den Filterhalter bis zum Deckel. Und dann ist da die Einfachheit. Ein Kommentator auf Hacker News meinte sinngemäß, das sei die einzige Kaffeemaschine, bei der keine App und kein Display kaputtgehen kann. Ein paar Leute sind von teureren Maschinen mit Elektronik umgestiegen, nachdem die nach zwei, drei Jahren den Geist aufgegeben hatten.

Was etwas nervt

  • Das ungleichmäßige Kaffeebett. Das ist der häufigste Punkt bei Kaffeenerds. Wer nichts tut, bekommt oft eine Mulde in der Mitte und trockene Ränder. Die Lösung ist simpel, steht weiter unten.
  • Kleine Mengen werden dünn. Mehrere Leute schreiben, dass es unter etwa einem halben Liter schwierig wird, selbst mit dem Select-Schalter.
  • Viel Kunststoff. Gehäuse aus Aluminium, der Rest aus Plastik. Der Kannengriff wird öfter mal als zu leicht beschrieben, vereinzelt ist einer gebrochen.
  • Keine Extras. Es gibt keinen Timer, keine Programmierung und keine Thermoskanne beim KBG-Modell. Für manche ein Ausschlusskriterium, für andere genau der Grund, sie zu kaufen.
  • Der Filterkorb läuft über. Das liegt fast immer am Mahlgrad oder an der Mühle. Zu fein gemahlener Kaffee oder viele Feinanteile verstopfen das Papier. Manche Billigfilter machen das auch.
  • Die Warmhalteplatte. Wer die Kanne eine Stunde stehen lässt, merkt, dass der Kaffee nicht besser wird. Das gilt aber für jede Maschine mit Heizplatte.

Was wir übrigens nicht gefunden haben: Klagen über Lautstärke oder eine tropfende Kanne. Das hört man sonst bei vielen Maschinen.

Aluminiumgehäuse einer Moccamaster werden in der Fabrik bearbeitet
Das Gehäuse ist aus Aluminium, viele Anbauteile aus Kunststoff. Foto: Moccamaster

So holst du den besten Kaffee aus deiner Moccamaster

Das hier ist eine Mischung aus der offiziellen Bedienungsanleitung, den Tipps, die in den Foren am häufigsten geteilt werden, und dem, was wir als Rösterei empfehlen.

  1. Nimm genug Kaffee. Moccamaster empfiehlt 60 Gramm pro Liter Wasser, für die volle Kanne also 75 Gramm. Das ist mehr, als viele aus ihrer alten Maschine gewohnt sind. Wenn dir der Kaffee danach zu stark ist, nimm nicht weniger Pulver, sondern verdünn die Tasse mit etwas heißem Wasser. Das schmeckt besser, weil der Kaffee trotzdem richtig extrahiert ist.
  2. Mahl mittel und frisch. Ungefähr wie grober Sand, gröber als für den Handfilter. Wenn der Kaffee sauer schmeckt, eine Stufe feiner, wenn er bitter ist oder der Filter überläuft, eine Stufe gröber. Frisch gemahlen macht hier einen riesigen Unterschied. Wenn du keine Mühle hast, wähl bei uns im Shop den Mahlgrad „Kaffeemaschine“.
  3. Filter falzen und spülen. Die Moccamaster braucht Papierfilter Größe Nr. 4. Knick die Nähte um, damit der Filter glatt im Korb anliegt, und spül ihn einmal mit heißem Wasser durch. Dann schmeckt nichts nach Papier und der Korb wird gleich vorgewärmt.
  4. Einmal umrühren. Das ist der wichtigste Tipp aus der Community und das Gegenmittel gegen das ungleichmäßige Kaffeebett. Etwa 20 bis 30 Sekunden nach dem Start, wenn das ganze Pulver nass ist, einmal mit einem Löffel vorsichtig umrühren, sodass kein trockenes Pulver mehr am Rand klebt. Nicht wild rühren, sonst spülst du Feinanteile nach unten und der Filter setzt sich zu.
  5. Bei kleinen Mengen auf „halb“. Ab etwa einem halben Liter funktioniert der Select-Schalter gut. Darunter lieber etwas mehr Kaffee nehmen als nach Rezept.
  6. Kanne nicht auf der Platte vergessen. Was du nicht in der ersten halben Stunde trinkst, füllst du am besten in eine Thermoskanne um.
  7. Weiches Wasser hilft. Wenn dein Leitungswasser hart ist, macht ein einfacher Wasserfilter den Kaffee runder und schont nebenbei das Heizelement.

Ein Trick, den einige Leute schwören: die Kanne erst ein paar Sekunden nach dem Start unterstellen, damit der Tropfstopp geschlossen bleibt und der Kaffee kurz „vorquellen“ kann. Das funktioniert, nur darfst du dann nicht vergessen, die Kanne auch wirklich unterzustellen. Sonst hast du eine ziemliche Sauerei.

Welcher Kaffee passt?

Weil die Moccamaster so heiß brüht, spielt sie ihre Stärke bei hellen und mittleren Röstungen aus, also bei Kaffees, die nach Frucht, Blüten oder Schokolade schmecken sollen und nicht nur nach Röstung. Wenn du einen fruchtig-floralen Kaffee magst, probier den Suke Quto aus Äthiopien. Für etwas Beerig-Saftiges eignet sich der Kiamuturia aus Kenia. Wenn du es rund und schokoladig willst, nimm den Fazenda Pântano aus Brasilien. Wenn du dich nicht entscheiden kannst: Im Probierpaket Filterkaffee sind sechs Sorten à 100 Gramm, das reicht für jeweils eine volle Kanne und ein bisschen mehr.

Entkalken und Pflege

Das ist der Teil, den viele unterschätzen, und der Hauptgrund, warum manche Moccamaster nach ein paar Jahren schwächeln. Kalk setzt sich im Heizelement ab, das Wasser kommt dann langsamer und weniger heiß oben an. Im schlimmsten Fall geht gar nichts mehr. Kalkschäden sind übrigens nicht von der Garantie gedeckt.

  • Wie oft? Laut Hersteller nach 100 Brühvorgängen, also ungefähr immer dann, wenn eine Packung Filter leer ist. Spätestens aber alle drei Monate. Bei hartem Wasser lieber öfter.
  • Womit? Moccamaster empfiehlt Durgol Universal. Essig und Zitronensäure solltest du nicht nehmen. Zitronensäure kann mit dem Kupfer reagieren und einen bleibenden Beigeschmack hinterlassen.
  • Wie? Entkalker und Wasser nach Packungsangabe in den Tank, Filterkorb leer lassen, einmal durchlaufen lassen. Danach zwei- bis dreimal mit klarem Wasser nachspülen.
  • Und sonst? Den Kaffeesatz direkt nach dem Brühen wegwerfen, den Filterkorb ausspülen und alle paar Wochen gegen Kaffeefett reinigen. Glaskanne und Filterkorb gehören nicht in die Spülmaschine.

Beim allerersten Mal lässt du die Maschine zweimal nur mit Wasser laufen. Wenn das Wasser dabei leicht gelblich aussieht, ist das normal. Laut Forenberichten kommt das von Rückständen aus der Montage.

Moccamaster-Gehäuse in Pastellgrün, Gelb und Rosa im Lager in Amerongen
Gehäuse in Pastellfarben im Lager in Amerongen. Foto: Moccamaster

KBG Select oder KBGT?

Die Frage kommt in fast jedem Forum. Die KBGT hat statt Glaskanne und Warmhalteplatte eine Thermoskanne.

KBG Select KBGT
Kanne Glas, auf Warmhalteplatte Thermoskanne aus Edelstahl
Kleine Mengen ja, mit Select-Schalter brüht immer eine volle Kanne
Warmhalten 80–85 °C, Abschaltung nach 40 Minuten laut Hersteller rund 3 Stunden heiß
Farben 17 3
Passt für alle, die die Kanne zügig trinken oder oft halbe Kannen brühen Haushalte, in denen der Kaffee über den Vormittag verteilt getrunken wird

Die Faustregel aus den Foren: Wenn deine Kanne in 30 bis 60 Minuten leer ist, reicht die KBG Select. Wenn nicht, ist die Thermoskanne die bessere Wahl. Bei der KBGT gibt es allerdings auch kritische Stimmen zur Kanne selbst, sie hält wohl nicht bei allen so lange heiß wie versprochen.

Lohnt sich das?

Ehrliche Antwort: Kommt drauf an, was du vergleichst. Rein vom Geschmack her kommen einige günstigere Maschinen erstaunlich nah heran, wenn man sie gut einstellt. Das schreiben auch überzeugte Moccamaster-Fans. Und ein guter Handfilter für 20 Euro macht, mit etwas Übung, mindestens genauso guten Kaffee.

Wofür man bei der Moccamaster bezahlt, ist etwas anderes. Sie macht jeden Tag den gleichen Kaffee, ohne dass man daneben stehen muss. Sie ist in sechs Minuten fertig, hat fünf Jahre Garantie und lässt sich reparieren statt wegwerfen. Rechnet man das auf zehn oder fünfzehn Jahre um, und das ist bei dieser Maschine nicht unrealistisch, sieht der Preis ziemlich anders aus. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt aktuell bei 264 Euro für die Standardfarben und 279 Euro für die Sonderfarben.

Unser Tipp, falls das Budget begrenzt ist: Investier zuerst in eine ordentliche Mühle und frische Bohnen. Das bringt mehr als jede Maschine. Wenn das stimmt, ist die Moccamaster das Gerät, mit dem du es nicht mehr selbst machen musst.

Häufige Fragen

Welche Filter braucht die Moccamaster KBG Select?

Papierfilter in Größe Nr. 4 (auch 1x4 genannt). Weiße oder braune funktionieren beide. Sehr dünne Billigfilter laufen manchmal über, Dauerfilter aus Metall setzen sich schnell zu.

Wie viel Kaffee nehme ich für eine Kanne?

60 Gramm pro Liter, für die volle Kanne mit 1,25 Litern also etwa 75 Gramm. Mit Löffeln abzumessen ist ungenau, eine einfache Küchenwaage lohnt sich hier wirklich.

Kann ich mit der Moccamaster auch nur zwei Tassen kochen?

Gehen tut das, aber gut wird es erst ab etwa einem halben Liter. Stell dafür den Select-Schalter auf „halb“ und nimm eher etwas mehr Kaffee. Wenn du meistens allein trinkst, ist ein Handfilter oder die Moccamaster Cup-One die bessere Wahl.

Darf ich mit Zitronensäure oder Essig entkalken?

Besser nicht. Moccamaster rät ausdrücklich davon ab und empfiehlt Durgol Universal. Schäden durch falsche Entkalker oder Kalk deckt die Garantie nicht.

Warum schaltet sich die Warmhalteplatte nach 40 Minuten ab?

Das schreibt eine EU-Vorgabe für Haushaltsgeräte mit Warmhalteplatte so vor. Wer länger warm halten will, füllt in eine Thermoskanne um oder nimmt die KBGT.

Ist die Kanne spülmaschinenfest?

Nein. Glaskanne, Deckel und Filterkorb solltest du von Hand spülen.

Was ist der Unterschied zwischen KBG Select und KBG 741?

Die KBG 741 ist das Vorgängermodell. Kleine Mengen stellt man dort direkt am Filterhalter ein, bei der Select übernimmt das ein eigener Schalter am Sockel. Das ist einfacher und weniger fehleranfällig.

Zum Schluss

Die Moccamaster ist keine Wundermaschine. Sie ist eine sehr gut gemachte, sehr einfache Filtermaschine, die seit 1969 im Kern unverändert gebaut wird, weil das Grundprinzip einfach stimmt. Wenn du einmal umrührst, genug frisch gemahlenen Kaffee nimmst und sie regelmäßig entkalkst, bekommst du jeden Morgen einen Kaffee, der sehr nah an das herankommt, was wir im Café über den Tresen geben.

Die Moccamaster KBG Select gibt es bei uns in allen 17 Farben. Wenn du eine Moccamaster vorher in Aktion sehen willst, komm in der Küterstraße 7–9 in Kiel vorbei. Und wenn du lernen willst, wie man Filterkaffee auch von Hand richtig gut hinbekommt, schau dir unseren Filterkaffee-Kurs an.

Quellen: Moccamaster Produktseite, FAQ und Bedienungsanleitung (moccamaster.de); Stiftung Warentest, test 11/2024; SCA Standard 310-2021 für Home Coffee Brewer; Kaffeemacher, Moccamaster-Test; Expert Reviews (UK); Diskussionen im Kaffee-Netz, auf Reddit und Hacker News. Fotos aus der Fabrik: Moccamaster, mit freundlicher Genehmigung für Händler.